Aktuelles

 

TKK e. V.

 

Der Tempelhofer Kunst- und Kulturverein

 

lädt ein zur

 

Kulturhistorischen Wanderung

 

Mit Heinrich Heine durch Berlin

 

am 3. Juni 2017, 13.00 Uhr

 

geführt von

 

Hermann-Josef Fohsel

 

Treffpunkt: Nicolaiviertel/Gerichtslaube

 

 

 

Heinrich Heine war 23, als Autor nahezu unbekannt, Student der Jurisprudenz, als er im März des Jahres 1821 nach Berlin kam, um an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität zu studieren. Aufgrund einer Duellaffäre von der Göttinger Universität relegiert, von der dortigen Burschenschaft wegen eines Vergehens gegen die Keuschheit ausgestoßen, fand er in Berlin das Geist und Sinne anregenden Umfeld einer Großstadt, das ihn auch künstlerisch inspirierte.

 

Dreimal wird er sich in Preußens Metropole aufhalten: Von 1821-1823; April/Mai 1824; Februar/April 1829. Vor allem der erste Aufenthalt wird ihn prägen.

 

Der junge Student bewunderte die Theater, Bälle und Redouten, die Warenausstellungen in den Fenstern der Königsstraße, die Bäckereien mit ihren Kuchen und Baisers, die hübschen Berlinerinnen und die Straße Unter den Linden, an der er auch eine Zeit lang im Haus Nr. 24 wohnte. Seine Erlebnisse und Beobachtungen auf den Linden, d e m Berliner Prachtboulevard, mit seinem auf und ab wogenden Strom der Spaziergänger und herrschaftlichen Kutschen, wurden von Heine in seinen berühmten »Briefen aus Berlin« ausführlich geschildert und in Gedichten verewigt; so etwa in einem kleinen Poem, dass 1824 in der Berliner Zeitschrift Der Gesellschafter veröffentlicht wurde:

 

 

 

»Blamier mich nicht, mein schönes Kind,
Und grüß mich nicht unter den Linden;
Wenn wir nachher zu Hause sind,
Wird sich schon alles finden.« 

 

 

 

Die Assoziationen der Ideen, die der durch die Straßen Berlins schlendernde 24-jährige Heine 1822 zu Papier brachte und als Korrespondenzartikel im „heimischen“ Rheinisch-Westfälischen Anzeiger publizierte, bilden eine Frühform der Flaneur-Literatur.

 

Die Berliner Jahre sind für Heine ungeheuer dicht und produktiv. Neben dem breit gefächerten Studium besucht er Oper-, Theater- und Konzertveranstaltungen, hört sich Predigten von Schleiermacher an und frequentiert die Caféhäuser und geht im Salon von Rachel Varnhagen ein und aus.

 

Heines Briefe aus Berlin zeichnen die Signaturen seiner Zeit in feinen Strichen und scheinbar leichtfüßiger Ironie, ähnlich dem Schlenderschritt des Flaneurs, auf

 

 

 

 

 

Kostenbeitrag:

 

TKK-Mitglieder frei

 

Gäste: 5 Euro

 

Heine-Denkmal an der Humboldt-Universität
Heine-Denkmal an der Humboldt-Universität

 

Heinrich Heine – Nachgelassene Gedichte

 

Berlin

 

Berlin! Berlin! du großes Jammertal,
Bei dir ist nichts zu finden als lauter Angst und Qual
Der Offizier ist hitzig, der Zorn und der ist groß:
Miserabel ist das Leben, das man erfahren muss.

 

Und wenn’s dann Sommer ist,
So ist eine große Hitz;
So müssen wir exerzieren,
Dass uns der Buckel schwitzt.

 

Komm ich auf Wachtparad
Und tu ein falschen Schritt.
So ruft der Adjutant:
»Den Kerl dort aus dem Glied!

 

Die Tasche herunter,
Den Säbel abgelegt,
Und tapfer drauf geschlagen.
Dass er sich nicht mehr regt!«

 

Und wenn’s dann Friede ist,
Die Kräfte sind dahin;
Die Gesundheit ist verloren,
Wo sollen wir denn nun hin?

 

Alsdann so wird es heißen:
Ein Vogel und kein Nest.
Nun, Bruder, häng den Schnappsack an,
Du bist Soldat gewest.

 

Dieses Volklied, welches, wie die Prügel-Erwähnung andeutet, aus früheren Zeiten herstammt, ist im Hannövrischen aus dem Munde des Volkes aufgeschrieben worden.

 

Der Tempelhofer
Kunst- und
Kulturverein e.V.
lädt ein
zur Führung durch das Heinrich-Zille -Museum Berlin
am Donnerstag,
14.    Juni 2018
um 14.00 Uhr.
Treffpunkt 13.50 Uhr
im Museum
Probststr. 11
10178 Berlin
im Nikolaiviertel
Kosten für Eintritt
und Führung: für TKK Mitglieder

5 Euro · für Gäste 7 Euro 

Schriftliche Anmeldung
bis zum 7. Juni 2018
bitte umgehend, da
nur 20 Teilnehmer,
bei Dr. Gerhard Weil, Alt-
Lichtenrade 52a, 12309
Berlin
gerhard.drweil@arcor.de
Heinrich Zille gehört zu den bekanntesten Künstlern der Stadt Berlin, seine millionenfach verbreiteten Zeichnungen und Grafiken über das Leben in den Berliner Hinterhöfen der Kaiserzeit und 1920er Jahre sind bis heute populär.

In der Ausstellung des Heinrich Zille Museums werden neben originalen Zeichnungen, Skizzen und Lithografien auch Beispiele des Fotografen Heinrich Zille gezeigt. Nach umfangreicher Renovierung und Umgestaltung wurde das Museum mit einer neuen Ausstellung, vergrößerter Ausstellungsfläche und einem Museumsshop im April 2007 wieder eröffnet.

Neues Konzept für das Zille Museum

Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) am 26. Oktober 2016 berichtete, hat das Zille Museum im Berliner Nikolaiviertel einen neuen Betreiber. Der neu gegründete Verein "Zille Freunde" öffnete das Haus im Januar 2017 mit einem überarbeiteten Konzept, in dem auch Sonderausstellungen das Repertoire der ständigen Ausstellung ergänzen.